PIPER „CUB“ - Das „Bärenjunge“ Nicht nur die AT-6 machte eine Bildungsreise notwendig. Auch die PA18 „Super Cub“ hat so ihre Eigenheiten, über, die nicht jeder Bescheid weiß, aber im Zuge einer Grundüberholung von elementarer Wichtigkeit sind. Das beginnt schon damit, dass es kein Wartungshandbuch wie bei anderen Flugzeugen gibt. Bei diesem Flugzeugmuster ist es daher erforderlich, aus den von Piper für diesen Typ publizierten Unterlagen, (Inspection Report, Operators Handbook, Service Memo´s usw.) und allgemein gültigen Wartungsrichtlinien, ein entsprechendes Programm zusammen zustellen. Weiters sind auch diverse Unterlagen bei den Herstellern von Ersatzteilen für diesen Flugzeugtyp zu finden. Ich begab mich also wieder einmal ins einschlägige Internet und fand mich bald darauf in Fargo, ND (North Dakota, USA).                  Clyde Smith Jr. und ein PA 18 Flügel Dieser Mann, Clyde Smith Jr. auch „The Cub Doctor“ genannt, arbeitete 19 Jahre bei Piper im Engineering und technischer Schulung auf der PA 18 in Lock Haven, PA. Er wusste praktisch über jede Strebe eine Geschichte zu erzählen. Er brachte Licht hinter den Ablauf der beim Zusammenbau eines Tragflügels unbedingt einzuhalten ist und wie bei einem komplett zerlegten Tragflügel die Grundeinstellung (wash-out) mittels der im Tragflügel vorhandenen Spanndrähte einzustellen ist. Die korrekte Einstellung ist für das spätere Flugverhalten von elementarer Bedeutung. Der Workshop umfasste alle in der nachstehend angeführten Übersicht gezeigten Cub-Modelle. Schade, dass in Europa nur ein sehr kleiner Teil dieser Modell-Palette zu sehen war/ist. die Cub Familie Die zur Verfügung gestellten Unterlagen, die jahrelange Erfahrung und die Randinformationen, die man im Laufe eines solchen Kurses sammeln kann sind unbezahlbar. Quellen für Ersatzteile und Namen von Kontaktpersonen erleichtern das weitere Vorgehen bei solchen Projekten ungemein. Am besten wäre gewesen, eine Videokamera am Morgen einzuschalten und am Abend wieder auszuschalten. Derart umfangreich war die Fülle der Informationen. Selbstverständlich erhielt ich auch hier wieder ein Trainings Certificate. Aufgrund meiner Gültigen Aircraft Maintenance Licence (AML) bekam ich zusätzlich eine FAA Inspection Authorization (IA) ausgestellt. Beim Austausch an Erfahrungen und Informationen die CUB betreffend, haben wir zwar in Europa verglichen mit der T-6 eine deutlich bessere Kommunikationsplattform, dennoch, die USA hat den größeren Markt am Historischen Luftfahrtsektor. Das macht sich auch in der Anzahl einschlägiger Vereinigungen immer wieder bemerkbar. Daher ist es nicht besonders überraschend, dass wir schlussendlich beim „CUB CLUB“ www.cubclub.org gelandet sind. Die alle zwei Monate erscheinenden „CUB CLUES“ (ebenfalls nur für Mitglieder und daher nicht im öffentlichen Buchhandel erhältlich) sind, verglichen mit den „NATA SKYLINES“, etwas schlanker gehalten. Dennoch, wenn man die fachlichen Inhalte miteinander vergleicht, dann stehen sie auf derselben Ebene. Geschichte Die Piper PA-18 Super Cub ist ein ursprünglich militärisches Schul- und Aufklärungsflugzeug, welches ab dem  Jahr 1949 in Serie hergestellt wurde. Sie ist der Nachfolger der Piper J-3, ist wie diese ein Spornradflugzeug  und sieht dieser auch recht ähnlich, obwohl die Konstruktion doch stark von dem Vorgänger abweicht.  Nach der Schließung des Werks in Lock Haven im Jahre 1984 wurde die PA-18 ab 1987 wieder in Vero Beach  gebaut. Um den lohnintensiven Zusammenbau zu vermeiden, wurde die PA-18 zuletzt nur noch als Bausatz  gefertigt.  Mit über 40.000 gebauten Flugzeugen sind die Piper-Cub-Modelle in ihrer Klasse die meist gebauten Flugzeuge  weltweit.  Die Tragflügel bestehen einschließlich der Spanten aus Aluprofilen. Der Rumpf wurde gegenüber der J-3  verstärkt und so den höheren Belastungen angepasst.  Das zweisitzige Flugzeug wurde in verschiedenen Motorisierungen ausgeliefert, ursprünglich mit dem  Continental C-90 als „PA-18-95 Cub“. Später entstanden auch Varianten mit Lycoming-Motoren von 105-150 PS.  Die Modelle mit über 125 PS verfügten über Landeklappen und ein vergrößertes Leitwerk.  Die ursprüngliche PA-18 besaß noch keine eigene Stromversorgung. Lediglich über einen kleinen, von einem  Propeller am Fahrwerk angetriebenen Generator konnte der nötige Strom für das Funkgerät gewonnen werden.  Später wurden oft Generatoren und Batterien nachgerüstet, wodurch die PA-18 mit einem elektrischen Starter in  Gang gesetzt werden konnte  Großer Beliebtheit erfreute sich das Flugzeug beim europäischen Militär; es war ein kostengünstiges Flugzeug  zur Pilotenausbildung. Zahlreiche Flugzeuge wurden nach Europa, hauptsächlich Benelux und Deutschland,  verschifft. Die PA-18-Schulflugzeuge der Bundeswehr waren mit Kupplungen für den Segelflugzeugschlepp  ausgestattet.  Bei der US Army trug die „Super Cub“ in dem von 1942 bis 1962 gültigen System die Bezeichnungen L-18 und  L-21. Die von der Bundeswehr verwendeten Maschinen erhielten die Bezeichnung L-18C.  Die PA-18 erfreut sich noch heute großer Beliebtheit. So trifft man auf vielen kleineren Flugplätzen in Europa  Cubs und Super Cubs an. Weit verbreitet sind hier die Varianten PA-18-95 und PA-18-150 (150 PS). Bekannt  geworden ist die PA-18 in Deutschland auch durch die Flugzeuge der Burda-Staffel in den 1960er-Jahren.  Typenbeschreibung Instandsetzungsstatus   In der folgenden Bilderserie sind einige der bereits erfolgten Schritte im laufenden PA 18 Restaurations- und Instandsetzungs-Projekt zu sehen.      Transport Spitzerberg – AAM Schwechat       Einlagerung in Schwechat     Das Flugzeug wird bis auf die letzte Schraube zerlegt     Rißprüfung, Schweiß- und Lackierungsarbeiten bei OS      Halterungen für den Rumpf in der Helling   Jeder Bauteil muss sorgfältig überprüft werden                             werden angefertigt      Boden Panel werden eingepasst           Randbögen aus Eschenholz   Member of European Federation Historic Aviation (EFHA)