Für die Kategorie von Flugzeugen wie sie vom AAM betrieben werden gibt es selbst in Amerika nicht auf jedem nächstgelegenen Flugfeld einen kompetenten Betrieb mit entsprechender Erfahrung der geeignete Einweisungskurse/Maintenance Workshops anbietet und ein Trainings Certificate ausstellen darf. Nach einigen Suchen und in Abstimmung mit der ACG bin ich schlussendlich bei Tom Reilly´s Flying Tigers Warbird Restoration Museum in Florida gelandet. Die Vorteile lagen klar auf der Hand. Ich konnte Urlaub mit Weiterbildung verbinden und das in Begleitung meiner luftfahrtinteressierten Frau Melitta. Der „PILOTMAKER“ – AT-6 „TEXAN“ Tom Reilly´s Flying Tigers Warbird Restoration Museum am Kissimmee Municipal Airport, etwas südlich von Orlando gelegen, ist in seiner Art etwas Besonderes. Diese Einrichtung existiert schon seit ungefähr 30 Jahren und verbindet museale Aktivitäten mit der Restauration von WW II Flugzeugen (B17, B-25, T-6, Corsair, P-40, FW-190, usw.) sowie laufende Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten zur Erhaltung der Flugklarheit von hauptsächlich oben genannten Typen.     Flying Tigers, Kissimmee, FL Syd Jones erklärt die Hydraulik einer AT-6 Der große Vorteil lag für mich vor allem in den Randinformationen, die ich im Laufe des Kurses sammeln konnte. Sie umfassten neben den über den Umfang des Wartungshandbuches (praktische Erfahrung) hinaus gehenden Teil, sehr viele Details bezüglich Materialbeschaffung (Bezugsquellen von Ersatzteilen) und weitere Unterlagen/Anleitungen welche für diese Art von Aufrüstung und Wiederherstellung der Lufttüchtigkeit unentbehrlich sind. Nun war es wichtig einen Weg zu finden, um das erworbene Wissen am Laufenden zu halten. Fachlich kompetente Quellen sind in Europa nicht sehr verbreitet. In den Vereinigten Staaten hingegen ist der Markt deutlich größer (z.Z. ungefähr 500 zugelassene AT-6). Am geeignetsten erschien uns ein Beitritt bei der North American Trainer Assocciation (NATA) www.NorthAmericanTrainer.org. Diese Vereinigung befasst sich ausschließlich mit jenen Flugzeugmustern, die von North American Aviation gebaut wurden (z.B. T-6, T-28, B-25, P-51 usw.). Vierteljährlich erscheint das Magazin – „NATA SKYLINES“ – (nur für Mitglieder, daher nicht im freien Buchhandel erhältlich). Der Inhalt besteht hauptsächlich aus operationellen und technischen Erfahrungsberichten. Auf diesem Wege werden Erfahrungen, sowohl von Privatpersonen als auch von Firmen, die mit der Wartung dieser Flugzeugtypen vertraut sind, an die Mitglieder weitergegeben. Weiters findet man natürlich auch Berichte über „Fly-In´s“ sowie Informationen von Firmen, über die man für das jeweilige Muster zugelassene Ersatzteile bekommen kann.     Unvergessliche Flüge Ein Zuckerl der Sonderklasse (Teil des Workshops) war natürlich der Flug mit einer AT-6 und einer B-25 (jeweils ungefähr 20 Minuten). Für den AT-6 Flug konnte ich einen Formationsflug mit meiner Frau (gelbe AT-6) organisieren. Fix installierte Video-Kameras hielten dieses Ereignis in Bild und Ton fest.       AT-6 Formation südlich von Kissimmee       In einer B-25 einmal rund um Disney World. Flying Tigers die zweite Ungefähr zwei Jahre später erhielt ich einen Brief von den Flying Tigers. Die schöne und Interessante Zeit noch immer sehr gut in Erinnerung war ich schon sehr auf den Inhalt gespannt. Es handelte sich dabei um eine Einladung zu einem Fabric Workshop für alle jene die bereits einen Maintenance Workshop bei Tom Reilly absolviert haben. Ein Großteil unserer Flugzeuge ist bespannt. Bei den dabei zur Anwendung gelangenden Werkstoffen gab es in der letzten Zeit ebenfalls einige Verbesserungen. Die früher verwendeten Materialien wie Irish Linen oder Cotteon wurden durch Kunststoffähnliche Materialien ersetzt. Weiters wurde auch die Chemie (Kleber, Imprägnierung, Lacke usw. …) auf die Bespannungsmaterialien abgestimmt. Eine deutlich längere Lebenszeit wurde dadurch erreicht. Also nützte ich die Gelegenheit, koordinierte den Termin mit meiner Dienstplanerinn und machte mich auf den Weg nach Florida. Der theoretische Inhalt und vor allem die Praktische Anwendung des neu erworbenen Wissens wurden bei der Bespannung von Quer- und Seitenruder einer B-17 vor Ort umgesetzt. Geschichte  Die T-6 ist ein einmotoriges militärisches Trainingsflugzeug der Firma North American Aviation von 1938. Sie wurde zur Ausbildung von Jagdpiloten im Zweiten Weltkrieg verwendet. In der USAF flog sie als AT-6, bei der US Navy unter dem Namen SNJ. In den Ländern des Commonwealth war die Bezeichnung Harvard gebräuchlich. Sie ist heute auf Flugtagen ein beliebtes Ausstellungs- und Kunstflugzeug. Die T-6 war eine Weiterentwicklung des NA-16-Prototyps, der bereits am 1. April 1935 flog. Der Nachfolger der NA-26 wurde im März 1937 zur Teilnahme an einer Ausschreibung des United States Army Air Corps geliefert. Das erste Modell BC-1 ging mit 180 Flugzeugen in Produktion, weitere 400 Harvard I wurden an die Royal Air Force geliefert. Die US-Navy erhielt 16 modifizierte SNJ-1 und 61 SNJ-2-Flugzeuge. Nach weiteren 93 BC-1A und drei BC-2-Flugzeugen entstand die AT-6 - für advanced trainer -, die der BC-1A mit leichten Flügeländerungen entsprach. Die RAF/RCAF bekam 1.173 Harvard II, die meisten flogen in Kanada als Teil des Ausbildungsprogramms Empire Air Training Scheme. Als Nächstes baute man die AT-6A, die auf dem NA-77-Design basierte. Sie hatte einen Pratt & Whitney R-1340-49- Sternmotor. Die USAAF erhielt 1.549 Maschinen und US Navy 270 (SNJ-3). Die AT-6B erhielt für Trainingszwecke ein 0.30 Inch Maschinengewehr. Ein R-1340-AN-1-Motor wurde zum Standardmotor aller restlichen T-6. Noorduyn Aviation in Kanada baute eine R-1340-AN-1 angetriebene Version der AT-6A von der 1.500 Stück an die USAAF als AT-16 und 2.485 als Harvard IIB RAF/RCAF geliefert wurden, einige davon für die Fleet Air Arm. Das NA-88 Design war die Basis für 2.970 AT-6C Texans und 2.400 SNJ-4. Die RAF erhielt 726 AT-6C als Harvard IIA. Modifikationen des elektrischen Systems ergaben die AT-6D (3.713 Maschinen) und die SNJ-5 (1.357 Maschinen). Die AT-6D wurde als Harvard III an die RAF (351 Maschinen) und an den Fleet Air Arm (564 Maschinen) geliefert. Die letzte Version, die Harvard 4 wurde von Canada Car & Foundry in den 1950er Jahren produziert. Die Lieferungen gingen an die RCAF, USAF. Die Bundeswehr erhielt 1957 135 Maschinen aus Kanada zum symbolischen Preis von je einer Mark. So wurde die Texan für die neue westdeutsche Luftwaffe zum ersten Schulflugzeug. Die AT-6F auf Basis des NA-121-Designs wurden 25 Stück an die USAAF und 931 (SNJ-6) an die US Navy geliefert. Die T-6 Texan bildete die Basis des CAC Wirraway-Flugzeuges der Australian Commonwealth Aircraft Corporation von dem zwischen 1939 und 1946 755 Maschinen gebaut wurden. Während des Koreakrieges und kurz danach dienten einige T-6 zur Luftüberwachung unter dem Typ T-6 "Mosquito". Bei der südafrikanischen Luftwaffe SAAF stand die T-6 noch bis 1994 in Dienst.[1] Insgesamt wurden 15.495 T-6 in allen Varianten gebaut. Damit gehört sie zu den meistgebauten Flugzeugtypen der Welt. Typenbeschreibung Kenngröße Daten der AT-6G Länge 8,84 m Flügelspannweite 12,81 m Tragflügelfläche 23,57 m² Höhe 3,57 m Antrieb 1 x Pratt & Whitney R-1340-AN-1 Wasp Sternmotor, 600 PS (450 kW) Höchstgeschwindigkeit 335 km/h in 1.500 m Höhe Reichweite 1.775 km Besatzung Ausbilder und Flugschüler Dienstgipfelhöhe 7.400 m Leergewicht k.A. Fluggewicht 2.548 kg Bewaffnung Möglichkeit für 1 x .30 in (7.62 mm) Maschinengewehr     Member of European Federation Historic Aviation (EFHA)